Ernährung und Psychologie – Blog Marie Aari | Ernährung, Gesundheit, Lebenshilfe

Jun/12

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Selbstdisziplin und Motivation

Selbstdisziplin und Motivation

Die Küche aufräumen anstatt die Steuererklärung zu machen, Rechnungen bis kurz vorm Fälligkeitsdatum liegen lassen und unangenehme E-Mails ignorieren: Wer kennt es nicht? Manchmal haben wir einfach keine Lust etwas zu tun und schieben diese Aufgaben vor uns her oder vergessen sie einfach. Dann fehlt die Selbstdisziplin und die Motivation. Aber wie kommt es, dass manche Menschen sich einfach aufraffen können und andere nicht? Und kann man Selbstdisziplin lernen? Gerade Menschen, wie Freiberufler oder Künstler, bei denen mangelnde Selbstdisziplin sich auf ihr Arbeitsverhalten auswirkt, bekommen Probleme, wenn sie sich nicht dazu bringen können bestimmte Dinge zu tun. Aber auch im privaten Leben macht man sich den Alltag angenehmer, wenn man zielgerichtet seine Aufgaben abarbeiten kann.

Selbstdisziplin

Die Selbstdisziplin ist ein selbstkontrolliertes Verhalten, das Anstrengungen aufwendet, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen und dabei äußeren und inneren Einflüssen trotzt. Dabei kann es sich um persönliche Ziele, wie z.B. Diät halten oder mit dem Rauchen aufhören handeln, aber es können auch fremdbestimmte, wie z.B. arbeitsbedingte Ziele, wie das Einhalten einer Deadline sein. Selbstdisziplin ist so auch immer mit Ordnung, Selbstorganisation und Zeitmanagement verbunden. Viele Menschen verbinden den Begriff (Selbst-)Disziplin aber mit negativen Assoziationen wie Stress und Druck. Selbstdiszipliniertes Verhalten hängt aber mit Organisation, Gewissenhaftigkeit, gut bedachten Entscheidungen und dem eigenen Projektmanagement zusammen. Das sind aber Fertigkeiten, die dabei helfen Stress und Druck zu vermeiden. Ein Faktor der hilft, ist die Motivation: Je motivierter man ist, desto leichter kann man Selbstdisziplin aufbringen.

Motivation

Die Motivation ist der Motor, der uns dazu bringt Dinge zu tun. In der Motivationsforschung gibt es viele verschiedene Ansätze, die sich damit beschäftigen, woher die Motivation kommt.

Die neuere Motivationsforschung unterscheidet zwischen intrinsischen und extrinsischen Motiven. Unter intrinsischen Motiven versteht man innere Antriebskräfte. Bei extrinsischer, äußerer, Motivation steht der Wunsch im Vordergrund Leistung zu erbringen, eine Belohnung zu erhalten oder einer Bestrafung zu vermeiden. Trotzdem helfen diese Theorien praktisch nicht immer weiter. Wenn die Motivation nicht da ist, ist sie nicht da.

Prokrastination

Wer weder motiviert noch selbstdiszipliniert ist, greift oft auf die Prokrastination zurück – ein Aufschiebeverhalten. Anstatt eine Aufgabe zu erledigen, wird wird geputzt, E-Mails abgerufen, Blumen gegossen oder der Kleiderschrank neu sortiert. Viele Menschen neigen zur Prokrastination, wenn sie eine Blockade haben, eine bestimmt Aufgaben zu erledigen.

4 Tipps &Tricks um mehr Selbstdisziplin zu bekommen

1. Blockaden realisieren und überwinden

Wer in einem bestimmten Bereich keine Selbstdisziplin aufbringen kann, sollte sich fragen, was die Ursachen sind. Hat man Angst zu versagen? Steckt man fest? Verzweifelt man an einer Aufgabenstellung? Sich die Ursachen klar zu machen, kann weiterhelfen, das eigene Verhalten zu reflektieren und zu ändern.

2. Die richtigem Rahmenbedingungen schaffen

Bei den Rahmenbedingungen kann es sich um einfache Tatsachen handeln, die einen von einer Aufgabe abhalten. Dabei kann es sich zum Beispiel um den gesetzten Zeitrahmens handeln: Ist mein Zeitmanagement realistisch? Auch kann es helfen, den Arbeitsplatz zu verändern, so dass man eine Atmosphäre kreiert, in der man gerne arbeitet. Manchmal muss man aber auch einfach zugeben, dass man alleine nicht mehr weiterkommt und jemanden um Hilfe bitten.

3. Sich selbst Belohnungen versprechen

Viele Menschen denken, dass immer alles Spaß machen muss. Das wäre schön, ist aber leider nicht so. Deswegen muss man sich manchmal einfach hinsetzen und die langweiligsten Aufgaben erledigen. Helfen kann es dabei, sich selbst Belohnungen zu versprechen. Das steigert die Motivation und das Glücksgefühl, wenn die Aufgabe bewältigt ist.

4. Selbstdisziplin gezielt trainieren

Selbstdisziplin kann man auch trainieren. Am Anfang sollte man sich nicht zu viel vornehmen, sondern realistische und leicht zu bewältigende Ziele setzen, die man im Laufe der Zeit immer noch steigern kann.

Der Kampf mit dem inneren Schweinehund wird trotzdem immer eine der schwierigsten Aufgaben überhaupt bleiben, Wer aber eine bisschen aufpasst und reflektiert welche Strategien, man selbst anwendet, um sich zu drücken, kann diese auch ändern. Viele Erfolg!

Dieser Beitrag wurde geschrieben von Eva Mattern, Content Editor bei Springest, der neuen unabhängigen Online-Plattform zum Vergleich von Fort- und Weiterbildungen. (08.06.2012)

Gastbeitrag für Marie Aari

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