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Jun/12

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Neid, Missgunst und Eifersucht

 

 

Neid, Missgunst und Eifersucht

„Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung“
Wilhelm Busch
Deutscher Dichter und Zeichner (1832-1908)

Informationen über Neid, Missgunst und Eifersucht

1. Was ist Neid? Was ist Missgunst und Eifersucht?
2. Wann und wie entsteht Neid?
3. Umgang mit Neid: Wie kann man mit Neid umgehen?
4. Bewältigung von Neid: Was schafft Abhilfe?

1. Was ist Neid? Was ist Missgunst und Eifersucht?

Neid ist eine Empfindung bei der jemand, lt. Duden, einem anderen dessen Besitz oder Erfolg nicht gönnt und selbst haben möchte.
Dem Neid zugrunde liegt meist ein Leistungsdenken, bzw. die Definition über Leistung, Arbeit und Erfolg. Dazu entsteht Neid weitgehend beim Vergleich mit anderen.
Missgunst ist eine Empfindung bei der jemand einem anderen dessen Besitz oder Erfolg nicht gönnt, aber im Vergleich zum Neid nicht selbst haben möchte.
Eifersucht ist die übermäßige Angst jemanden zu verlieren oder teilen zu müssen.

Unterschied von Neid und Missgunst:
Beim Neid werden werden die beneideten Dinge/ Sachverhalte etc. dem anderen nicht gegönnt. Zusätzlich werden die beneideten Dinge/ Sachverhalte etc. vom Neider für sich selbst begehrt.
Bei der Missgunst werden die missgönnten Dinge / Sachverhalte etc. dem anderen nicht gegönnt, ohne dass diese zusätzlich begehrt werden.

Unterschied von Neid und Eifersucht:
Der Unterschied von Neid und Eifersucht liegt darin, dass Neid die Sache/ Dinge etc. des anderen begehrt und für sich selbst haben möchte. Eifersucht dagegen mit der Angst einhergeht etwas zu verlieren.

2. Wann und wie entsteht Neid?

Neid entsteht durch Minderwertigkeitsgefühle, aus einem Mangel an Selbstvertrauen und Entschlusskraft, Abneigung, Hass, Ärger, Kleinmut, Verzagtheit, übersteigertem Ehrgeiz und einer selbst empfundenen Unterlegenheit.
Neid zugrunde liegt stets ein Leistungsdenken und das Vergleichen mit anderen (siehe auch unter Punkt 1 „Was ist Neid? Was ist Missgunst und Eifersucht?“ beschrieben). In den meisten Fällen wird der empfundene Neid nicht zugegeben. Viele Menschen schämen sich für ihren Neid und unterdrücken diesen.

3. Gefahr bei Unterdrückung von Neid

Wird der empfundene Neid und somit das minderwertige Gefühl verdrängt, kann dadurch eine neue Situation entstehen, z.B. zieht sich die Person zurück und ist plötzlich einsam und allein. Das Allein-sein wäre dann eine neue Situation aus der neue Bewertungen und Gefühle entstehen. Durch die neue Situation kommt man nur schwer an das ursprüngliche Gefühl des Neids und der minderwertigen Gefühle heran.
Werden Gefühle (hier der empfundene Neid und das minderwertige Gefühl) verdrängt, bzw. unterdrückt, kann dies bei der neidenden Person zu Problemen bis hin zu psychischen Symptomen/ Krankheit führen.
Verdrängt man den empfundenen Neid kann daraus eine völlig neue, evtl. problematische Situation entstehen.

Sobald man z.B.. ein Gefühl verdrängt, entsteht daraus eine andere Situation und man kommt schwer an das “eigentliche” Gefühl, bzw. die ursprüngliche Situation und Bewertung derer heran.

4. Umgang mit Neid: Wie kann man mit Neid umgehen?

Der erste Schritt ist das Erkennen des Neides. Dazu ist notwendig, dass man ehrlich zu sich selbst ist, und sich den empfunden Neid eingesteht. Anschließend kann hinterfragt werden, woher die Neidgefühle kommen. Was genau wird dem anderen nicht gegönnt und welche eigenen Bedürfnisse und persönlichen Wünsche stecken dahinter? Dazu sollte überlegt werden, was dazu geführt hat, dass der Beneidete dieses oder jenes besitzt oder in dieser oder jener Lage ist.
Oftmals ist der Weg zum beneideten Erfolg mit großer Anstrengung und Mühen verbunden, die man selbst nicht bereit wäre zu gehen.

Weiter ist die Überlegung hilfreich, dass die Situation und der empfundene Neid zwar selbst nicht zu verändern ist. Doch kann die subjektive Bewertung der Situation verändert werden. Somit verändert man zwangsläufig die daraus resultierenden Gefühle, und dadurch den Neid.
Manchmal klappen diese Überlegungen einfach und manchmal schwierig.
An folgendem einfachen Beispiel wird erklärt, was gemeint ist.

Die Situation ist folgende:
Person A hat weniger Geld als Person B.
Die subjektive Bewertung von Person A ist folgende:
Person A meint, dass Person B dadurch mehr Ansehen, Ruhm und Ehre hat.
Das daraus resultierende Gefühl ist folgendes:
Person A empfindet Neid auf das Geld von Person B, da sie sich minderwertig, schlecht, nichts wert etc. fühlt (je nachdem welche Erfahrungen Person A zuvor in seinem Leben gemacht hat)

Nun kann, wie oben beschrieben, der komplette Ablauf (die Situation, die subjektive Bewertung und das daraus resultierende Gefühl) analysiert werden. Dies geschieht z.B. durch Aufschreiben wie hier im Beispiel. Alternativ macht man sich den Sachverhalt auf eine andere Art und Weise bewusst und klar.
Die Situation kann nicht verändert werden. Also bleibt die Situation im Beispiel dieselbe: Person A hat weniger Geld als Person B.
Jetzt wird die subjektive Bewertung der Situation betrachtet.
Die Bewertung der Situationen war im Beispiel von Person A absolut subjektiv. Man überlegt sich neue/ andere Bewertungen der Situation, aufgrund der Überlegung, was z.B. der Grund sein könnte/ bzw. was noch dahinterstecken könnte warum Person A weniger Geld hat als Person B.
Evtl. musste Person B zahlreiche Überstunden für das verdiente Geld machen. Dazu wird erwägt, ob man diesen Preis bereit ist zu bezahlen/ bzw. dieses Opfer zu bringen um ähnlich „erfolgreich“ zu sein.
Nach diesen Überlegungen wird sich die subjektive Bewertung der Situation ändern. Demzufolge wird sich auch das daraus resultierende Gefühl verändern.
Person A würde z.B. nicht ausschließlich den Ruhm, Erfolg und das Geld von Person B sehen und daran denken. Im Gegenteil, Person A würde im Denken, und seiner Bewertung auch den Preis, der für den Erfolg notwendig war mit einbeziehen und somit z.B. anstelle der Neidgefühle auch Mitgefühl empfinden und die Situation so verstehen und akzeptieren wie sie ist.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Situation ist, wie sie ist. Man kann die Situation nicht ändern. Doch kann die eigene und subjektive Bewertung geändert werden. Die subjektive Bewertung läuft oft automatisch ab. Doch kann man dies ändern, indem man sich eine andere Interpretation der Situation überlegt. Dazu betrachtet man die Situation von „außen“ oder stellt sich vor, man sitzt im Kino und schaut sich die Situation als Film an.
Was wäre dann das empfundene Gefühl?

Was ist passiert? Bzw. was passiert?
Person A im Beispiel erkennt, versteht, nimmt die Situation an und akzeptiert diese, wie sie ist. Dadurch löst sich der empfundene Neid in Luft auf und schafft wohlwollenden Gefühlen Raum.

5. Bewältigung von Neid: Wie kann man Neid bewältigen?

Strategien gegen Neid können können das zugrundeliegendes Leistungsdenken verändern. Folgende Vorgehensweise eignet sich besonders:
(Im folgenden Beitrag wird u.a. der Verständlichkeit halber die „Du“-Form benutzt.)

  • Analysiere den Ist-Zustand/ Situation-Beschreibung (=Erkenne und benenne den Neid)
  • Sei ehrlich zu dir selbst (=Bekenne den Neid und die empfunden Neidgefühle)
  • Mach dir klar, dass der Neid an dir selbst zehrt (=Verstehe und begreife die Situation indem du sie dir deutlich machst, wie in Punkt 4 beschrieben)
  • Achte auf das neue Gefühl und vergib dir selbst und anderen (=Begnadige dich und die anderen)

6. Tipps

Du bist ein Individuum, einzigartig in deiner Person, deinen Stärken und deinen Schwächen, deinen Interessen, deinen Bedürfnissen, deinen Wünschen und deinem Aussehen etc.
Sei dankbar und stolz auf das was DU BIST. Denn genau so WIE du bist, bist du absolut du selbst. Du bist genauso wie du bist, wichtig und richtig für diese Welt.
Freue dich an deiner Einzigartigkeit, an dir und liebe dein SELBST.
Lass dich von den Eigenschaften und Dingen von anderen Menschen maximal inspirieren, doch nehme sie nicht als Maßstab für dich und dein Leben.
Siehe hierzu folgender Beitrag: Talent und Fähigkeiten: Beruf und Berufung (Artikel erscheint demnächst !!!)

7. Neid, eine göttliche Sünde?

Denkanstöße – ohne Worte

In der Bibel ist an diversen Stellen von Neid die Rede. In Geschichten wird von Neid erzählt und wiederholt erwähnt, dass Neid nicht zu vermeiden ist, z.B. Jakobus 3,16; 1.Petrus 2,1; Galater 5,21 u.v.m.

Quellen u.a. Wikipedia, Zeitschriften, Internet, diverse Literatur

  – Grundlegend für die Harmonie des Menschen
ist der Einklang von Körper, Geist und Seele -

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